Limbach und Kahlenberg

Alte und neue Reblandschaft

Unsere Wanderung beginnt am Heubergturm. An dessen Nordseite führt ein Weg nach Westen abwärts. Diesem folgen wir bis Kreuzung „Rappentanz“. Hier geht es halblinks einen Hohlweg hinab, das Totengässchen, den limbach-im-kahlenbergfrüheren Gemeindeverbindungsweg nach Ringsheim. Unten sind wir im Limbach und gehen auf einem Teerweg links weiter.

Dieses Tal ist klar zweigeteilt. Östlich des Weges wird es vom althergebrachten Reb- und Obstanbau beherrscht. Westlich des Weges ist ein wildes Gehölz, das seine Entstehung der Flurbereinigung und der Rekultivierung des Eisenerztagebaus verdankt. Hier sieht und hört man eine vielstimmige Vogelwelt. Der Schwarzmilan brütet fast jährlich in den Wipfeln des Baumbestandes. Es haben sich die unterschiedlichsten Pflanzen angesiedelt.

Im Frühjahr, bevor die Bäume ihre Blätter bilden, blühen fast gleichzeitig Gruppen von Schneeglöckchen, Schlüsselblumen, Blausternenund Anemonen.

Vom Limbach geht es im Zickzackkurs auf den Kahlenberg. Oben biegen wir scharf rechts ab und folgen dem Weg, vorbei an der von alten Linden umrahmten Kapelle auf den Kahlenberg.

Zwischen Orchideenwiesen hindurch, die von Mai bis Juli am prächtigsten blühen, kommen wir in das Wäldchen. Denn kahl ist der Kahlenberg schon lange nicht mehr. Auf seinem Gipfel ist ein wilder Wald entstanden, dermueckenhandelwurz vom Orkan Lothar „neu geordnet“ wurde. Der urige Weg über den Gipfel (308 m) führt durch die alte Lindenmann-Allee.

Außerhalb des Waldes genießt man die beste Aussicht. Nach Westen gewinnt man einen umfassenden Eindruck von der Oberrheinischen Tiefebene, dem Elsass und den Vogesen.

In vorderster Linie steht der auffällige Bergkegel mit der monumentalen Hochkönigsburg. Im Südwesten sehen wir den Kaiserstuhl in seiner ganzen Breite, im Südosten die Gipfel des Hochschwarzwaldes und im Osten wandert der Blick über die Schwarzwald-Vorberge.

Auf dem Rückweg zum Aussichtsturm Heuberg erkennt man bei guter Fernsicht das Straßburger Münster.

weg

     
  Weglänge: ca. 3,8 km
Höhendifferenz: 140 m
Wegqualität: Teer- und Graswege
Beste Jahreszeit: ganzjährig
Weitere Hinweise: Hohlwege im Löss, Bienenfresserweg, Weinlehrpfad, Rebsortengarten
PDF zum Download: Tour 5 – Limbach und Kahlenberg