Weißstorch

Nicht erst 1992 in Ettenheim, sondern bereits 1984, als der Weißstorch„Vogel des Jahres“ war, hatte der Naturschutzbund NABU, damals noch DBV (Deutscher Bund für Vogelschutz) in ganz Baden-Württemberg zusammen mit dem Land Baden-Württemberg das „Projekt zur Wiederansiedelung des Weißstorchs in Baden-Württemberg“ begonnen.

Wolfgang Hoffmann bei der Beringung von Jungstörchen

Der NABU-Ettenheim hatte ab 1992 die Initiative in der Region kräftig unterstützt und über das eigentliche Projektende 1994 (wiederum war der Weißstorch zum Jahresvogel gekürt worden) bis heute weitergeführt. In dieser Zeit sind viele weitere Neststandorte in der Region wieder erweckt oder neu gegründet worden.

Die Bestandsstützungsmaßnahmen beschränken sich auf die Herstellung und den Unterhalt der Nestkonstruktionen. Dabei ist wichtig, dass die Nester meist jährlich gereinigt werden, das heißt, dass abdichtendes, kompostiertes Material entfernt wird, damit Wasser abfließen kann und damit die Konstruktion aus Sicherheitsgründen nicht zu schwer wird. Der NABU Ettenheim legt besonderen Wert darauf, dass nicht zugefüttert wird, wie es in anderen Storchenregionen durchaus üblich ist.

Begleitend zu diesen Maßnahmen hat der NABU Ettenheim dafür gesorgt, dass der Lebensraum geschont und erhalten wird und dass das sehr hohe Unfallrisiko durch Strommasten und Leitungen verringert wird. Für seine Verdienste um die erfolgreiche Wiederansiedelung in der südlichen Ortenau wurde der NABU im Jahr 2000 mit dem Umweltschutzpreis ausgezeichnet. Der NABU dankt den Storchengemeinden und vielen Freiwilligen der Feuerwehren für ihre tatkräftige Unterstützung.

 

Weiterführende Informationen

Weißstorch Management in der Region:
Die Wiederansiedlung des Weißstorchs in der Region:
Handlungsleitfaden Weißstorch: pdf-icon