Weißstorch

Bereits 1984, als der Weißstorch „Vogel des Jahres“ war, hatte der Naturschutzbund NABU, damals noch DBV (Deutscher Bund für Vogelschutz) in ganz Baden-Württemberg zusammen mit dem Land Baden-Württemberg das „Projekt zur Wiederansiedelung des Weißstorchs in Baden-Württemberg“ begonnen.

Wolfgang Hoffmann bei der Beringung von Jungstörchen

   

Im Jahr 1992, nach 27 Jahren Pause, (zuletzt 1965) waren wieder Störche in Ettenheim erschienen. Der NABU-Ettenheim hat das Projekt in der Region kräftig unterstützt und über das eigentliche Projektende 1994 (wiederum war der Weißstorch zum Jahresvogel gekürt worden) bis heute weitergeführt. In dieser Zeit sind viele weitere Neststandorte in der Region wieder erweckt oder neu gegründet worden.

   

Die Bestandsstützungsmaßnahmen beschränken sich auf die Herstellung und den Unterhalt der Nestkonstruktionen. Dabei ist wichtig, dass die Nester jährlich gereinigt werden, das heißt, dass abdichtendes, kompostiertes Material entfernt wird, damit Wasser abfließen kann und damit die Konstruktion aus Sicherheitsgründen nicht zu schwer wird. Der NABU legt besonderen Wert darauf, dass nicht zugefüttert wird.

   

Begleitend zu diesen Maßnahmen hat der NABU Ettenheim dafür gesorgt, dass der Lebensraum geschont und erhalten wird und dass das sehr hohe Unfallrisiko durch Strommasten und Leitungen verringert wird. Für seine Verdienste um die erfolgreiche Wiederansiedelung in der südlichen Ortenau wurde der NABU im Jahr 2000 mit dem Umweltschutzpreis ausgezeichnet. Der NABU dankt den Storchengemeinden und den vielen Freiwilligen der Feuerwehren und den Stromversorgungsunternehmen für ihre tatkräftige Unterstützung mit Drehleitern und Hubsteigern.