Böschungspflege mit Feuer

Nach §43 (1) Naturschutzgesetz Baden-Württemberg ist das flächige Abbrennen der Vegetation verboten. Jedoch wurde für die Böschungsgebiete, unter anderem der Stadt Ettenheim und der Gemeinde Ringsheim, eine Ausnahmeregelung per Allgemeinverfügung des Landkreises Emmendingen und Ortenaukreis geschaffen. Das Feuer darf nur nach den abgestimmten Regeln eingesetzt werden.

Die Feuerregeln in Kurzform:

  • Feuer ist auf Südböschungen (von Ost über Süd bis West) von 1. Dezember bis 28./29. Februar bei höchstens 10° C nach den Regeln möglich.
  • Ein Feuereinsatz auf Nordböschungen (von West über Nord bis Ost) ist vom 1 Dezember bis 15. März bei höchstens 15° C nach den Regeln möglich.
  • Um eine Schädigung der Tierwelt möglichst gering zu halten, darf dieselbe Fläche nur in jedem zweiten Winter und nur von unten nach oben gebrannt werden.
  • Ein Brandabschnitt darf nie länger als 40 m sein. Es muss ein Mosaik von gleichgroßen gebrannten und nicht gebrannten Flächen entstehen.
  • Richtiges Abbrennen beginnt möglichst früh in der Feuersaison auf den Südböschungen bei kühlem Wetter.

Information zu Feuereinsatz:

In den Rathäusern und Ortschaftsverwaltungen liegen kostenlose Informationsbroschüren „Böschungspflege und Feuereinsatz im Rebgebiet“ aus, in denen die Feuerregeln erläutert werden. Außerdem enthält die Broschüre eine Kopiervorlage für das zu erstellende Feuerprotokoll.

Auf den Gemeindeverwaltungen werden Karten bereitgehalten, die Ausschlussflächen zeigen, die nicht gebrannt werden dürfen – so alle nach §32 Naturschutzgesetz kartierten Biotope.

Brennberechtigung:

Feuer darf nur von Personen mit „Brennberechtigung“ angewendet werden. Wer eine Brennberechtigung benötigt oder Fragen zum Feuereinsatz hat, kann sich an den Landschaftserhaltungsverband Emmendingen wenden: An die Herren Hans Friedländer oder Hans Page; Tel: 07641 – 4519183.

Die unten dargestellten Bilder zeigen Beispiele nicht fachgerechter Abbrennung